Promotionsprogramm Fachdidaktik Sport

Kompetenz und Performanz in der Sportdidaktik



Konzept für ein gemeinsames Promotionsprogramm der

Universität Basel (Päd. Hochschule FHNW) und der Eidg.

Hochschule für Sport Magglingen (EHSM)



Entwurf vom April 2015


Version      0.1

Statuts      Entwurf

Autor         Roland Messmer (PH FHNW), André Gogoll (EHSM)




Inhaltliches Profil

Die Fachdidaktik als wissenschaftliche Disziplin beschäftigt sich mit der Analyse und Optimierung

von fachspezifischen Lehr- und Lernprozessen. Seit einigen Jahren stehen dabei

insbesondere solche Forschungs- und Entwicklungsbemühungen im Mittelpunkt der Fachdidaktik,

die der Erarbeitung von Instrumenten der Qualitätssicherung und -entwicklung im Bildungswesen

dienen, so etwa der Erarbeitung (a) von massgeblichen Qualitätsstandards für

Schülerinnen und Schüler (Bildungsstandards) sowie von Lehrerinnen und Lehrern (Professionsstandards),

(b) von standardbezogenen Lehrplänen, Lehrmitteln und Evaluationsinstrumenten

für schulische und hochschulische Bildungsgänge und (c) von Konzepten für einen

daran ausgerichteten Unterricht in Schule und Hochschule. Konstituierend für die fachdidaktische

Forschung und Entwicklung in diesem Bereich ist das Bemühen um eine theoretische

und empirische Fundierung dieser Instrumente.



Ziele und Aufbau des Promotionsprogramms

Das Promotionsprogramm „Kompetenz und Performanz in der Sportdidaktik“ zielt auf eine

Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchs in der Fachdidaktik Sport gemäss Stufe 3

des Qualifikationsrahmens für den schweizerischen Hochschulbereich (nqf.ch-HS).

Den Deskriptoren (learning outcomes) für Abschlüsse auf dieser Stufe entsprechend gliedert

sich das Promotionsprogramm in fünf Säulen (s. Abb. 1)





















Abb. 1: Gliederung Promotionsprogramm in fünf Säulen




Für die Säule 1 leisten die Promovierenden einen eigenen Beitrag, der die Grenzen des

Wissens in der Fachdidaktik Sport durch die Entwicklung substanzieller Forschungsarbeiten

erweitert.



          (1) Leistung eines eigenen Beitrags zur sportdidaktischen Forschung

                Diese Säule bezieht sich auf die eigentliche Durchführung des Promotionsprojekts,

                d.h. auf die Planung, Durchführung, Auswertung, Interpretation, Dokumentation und

                Publikation empirischer Forschungen sowie die Verschriftlichung, Verteidigung und

                Publikation der Dissertation.



In den Säulen 2 bis 5 entwickeln die Promovierenden solche Kompetenzen, die als Voraussetzung

für die erfolgreiche Durchführung eines eigenständigen Promotionsprojekts in der

Fachdidaktik Sport und darüber hinaus für die erfolgreiche Integration des wissenschaftlichen

Nachwuchs in die wissenschaftlichen Gemeinschaft angesehen werden.



          (2) Entwicklung des theoretischen Wissens und Verständnisses in der Fachdidaktik Sport

                In dieser Säule vertiefen die Promovierenden ihr theoretisches Verständnis von den

                Lehr- und Lernprozessen im fachspezifischen Kontext des Sportunterrichts. Möglichkeiten

                dazu bieten die Teilnahme an theoretischen Vorlesungen und Seminaren an

                den drei Standorten, an Fachtagungen, am Doktorandenkolloquium sowie ein strukturiertes

                Studium der Fachliteratur (z.B. im Rahmen von selbstorganisierten Lektüregruppen)



          (3) Entwicklung von Kompetenzen im Bereich empirischer Forschungsmethoden

                Möglichkeiten dazu sind die Teilnahme an theoretischen Vorlesungen und Seminaren

                an den drei Standorten, an Methodenworkshops der sport- und/oder

                erziehungswissenschaftlichen Fachgesellschaften, am Doktorandenkolloquium und

                ein strukturiertes Studium von Methodenliteratur (z.B. im Rahmen von

                selbstorganisierten Lektüregruppen).



          (4) Förderung von Austausch und Diskussion der eigenen Forschungsarbeiten

                Die Möglichkeit für den Austausch und die Diskussion der eigenen Forschungsarbeiten

                bietet das regelmässig durchgeführte Doktorandenkolloquium.



          (5) Entwicklung von Vernetzung und kommunikativen Kompetenzen in Forschung

                und Lehre

               Möglichkeiten dazu sind die aktive Teilnahme an Fachtagungen/-kongressen, die aktive

               Teilnahme an fachlichen Kolloquien, und/oder ein internationaler Forschungsaufenthalt.




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