Fall Nr. 224
Handballgerangel
Geschlechtergetrennter Sportunterricht in einer 8. Klasse Gymnasium.
Die Mädchen haben das Handballspiel in mehreren Doppelstunden erarbeitet und sollen an diesem Tag, aufgeteilt in zwei Mannschaften, frei spielen. Die Lehrerin übernimmt dabei lediglich die Aufsichtsfunktion.
Im Spielverlauf stürzen sich die Schülerinnen öfter zu mehreren auf die jeweils Ballbesitzende und versuchen dieser den Ball aus den Händen zu schlagen oder zu entreißen. Die Lehrerin kommentiert dies nicht und sieht weiterhin nur zu.
Als Barbara den Ball hat, wird diese von zwei Gegnerinnen attackiert. Eine versucht Barbara den Ball aus den Händen zu schlagen und trifft sie dabei am Unterarm. Die andere versucht mit beiden Händen den Ball an sich zu reißen. Barbara presst den Ball zunächst noch an die Brust, dann schreit sie laut los, schmettert den Ball zu Boden und rennt aus der Halle. Sie schließt sich in einer der Mädchentoiletten ein und verlässt diese erst wieder, als die Doppelstunde zu Ende ist.
Die Lehrerin reagiert nur achselzuckend auf den Zwischenfall und lässt bis zum Ende der Stunde weiterspielen. Im Anschluss findet ebenfalls kein klärendes Gespräch statt.